Neurofeedback-Training bei Kindern mit ADS/ADHS

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Erlebnisfreizeiten für Kinder mit AD(H)S - Eckpunkte des pädagogischen Konzepts

Kinder-Ferienfreizeit

Ausgangspunkt

Eltern und betroffene Kinder mit der Diagnose AD(H)S haben es im Alltag schwerer als andere. „Würde eine Mutter ihren Sohn, der die Diagnose ADHS hat, bedenkenlos zu einer Ferienfreizeit schicken?“ Wohl eher nicht! Betroffene Eltern und deren Kinder sollten besonders gefördert werden, lautete die Überlegung bei SALEM.

Ausgehend von diesen Gedanken wurde die Idee der Erlebnisfreizeiten für betroffene Kinder geboren. Dabei bilden neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und langjähriges Erfahrungswissen in diesem Bereich das Fundament unserer Arbeit.

Unsere Leitprinzipien

Anerkennung und gegenseitige Wertschätzung bilden das Fundament unseres Handels.

Lernen durch positive Verstärkung.

Unsere Ziele

„Eltern und betroffene Kinder wollen wir in ihrem Denken und Handeln stärken und ihnen Mut machen!“

Wir verstehen die folgenden Ziele als Orientierungsrahmen, den wir stets im Blick haben. Im Rahmen einer Erlebnisfreizeit von acht Tagen können wir diese nicht alle erreichen, dazu ist die gelingende Erziehung von Kindern eine zu komplexe Angelegenheit. Wir wollen Impulse geben und Raum für Eigeninitiative schaffen, damit man auch „selbst mitbestimmen“ kann.

An folgenden Zielen orientieren wir uns:

Für Kinder mit der Diagnose ADS/ADHS

  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit und emotionalen Stabilität
  • Verbesserung der Selbstwahrnehmung der Kinder und das Erkennen eigener Bedürfnisse
  • Förderung des Selbstbewusstseins

Für betroffene Eltern und Lehrer

  • Veränderung des Blickwinkels auf das eigene Kind bzw. den Schüler
  • Förderung von Handlungsalternativen im Familien-/Schulalltag im Umgang mit der Diagnose AD(H)S
  • Entlastung der Familie/Betroffenen

Die methodische Umsetzung

Wir arbeiten bei den Erlebnisfreizeiten

  • mit klaren Regeln. Kinder brauchen einen festen Rahmen, um sich entwickeln zu können. Den Betreuern obliegt die Verantwortung, Möglichkeitsräume zu schaffen und auch gegebenenfalls zu begrenzen.
  • mit der Dynamik der Gruppe. Das Erleben und Lernen in der Gruppe ist ein wichtiger sozialer Bestandteil. Jedes Mitglied ist wichtig und prägt die Gruppe mit.
  • mit erlebnispädagogischen Methoden. Viele Aktivitäten und Bewegung gehören zu unserem Programm, bei denen die Kinder sich Herausforderungen stellen müssen. Damit können sie eigene Grenzen wahrnehmen und vielleicht auch überwinden lernen. Eine Aussage: „Ich kann das heute nicht!“ findet ebenso Anerkennung und erfordert auch Mut und innere Standfestigkeit.
  • mit Neurofeedback. Die Kinder lernen diese alternative Methode spielerisch kennen und können bewusst erleben, wie sie Einfluss auf ihr Denken nehmen können.

Ebenfalls gehören dazu im Einzelnen

  • das Elterntraining. Dazu gehört z.B. die Auswertung der Neurofeedbackdaten, die beim Kind aufgezeichnet worden sind. Es geht um die Möglichkeiten und Grenzen des Neurofeedbacks sowie um die Vernetzung der Betroffenen.
  • die Mail- und Telefonberatung. Dabei handelt es sich um ein Angebot der Nachbetreuung, bei der es um die Vermittlung von Hilfen bzw. um weitere konkrete Handlungsvorschläge geht.

Copyright Andrea Keil, SALEM International